Malerei

Künstlerische Position

Meine Malerei bewegt sich zwischen figurativem Realismus, malerischer Abstraktion und gesellschaftlicher Beobachtung. Ich male erkennbare Szenen: Innenräume, Menschen, Konsumorte, private Momente und alltägliche Situationen. Doch mich interessiert nicht die perfekte Abbildung der Wirklichkeit, sondern der Moment, in dem sie brüchig wird.

In meinen Arbeiten entsteht häufig eine Spannung zwischen Vertrautheit und Irritation. Ein Raum wirkt real, aber nicht ganz logisch. Eine Szene scheint alltäglich, doch etwas daran stimmt nicht. Licht, Perspektive, Körperhaltung und Farbe werden zu Mitteln, um diese Unsicherheit sichtbar zu machen.

Thematisch beschäftige ich mich mit gesellschaftlichem Wandel, Konsum, menschlicher Doppelmoral und der absurden Normalität unseres Alltags.

Wir sprechen über Nachhaltigkeit und konsumieren weiter.
Wir lieben Freiheit, aber folgen Normen.
Wir suchen Echtheit und bewegen uns zugleich in inszenierten, künstlichen Welten.

Als kapitalismuskritischer Pragmatiker sehe ich wirtschaftliche Systeme nicht als neutral. Wachstum, Effizienz und permanenter Fortschritt werden oft wie Naturgesetze behandelt, obwohl sie menschengemachte Konstruktionen sind. Für mich stehen Mensch, Tier und Umwelt nicht unterhalb wirtschaftlicher Interessen. Sie müssen in Koexistenz gedacht werden.

Meine Kunst sucht diese Widersprüche. Ich male Szenen, in denen Menschen beobachten, ausweichen, funktionieren, konsumieren oder sich selbst widersprechen. Dabei geht es mir nicht um eindeutige Antworten, sondern um Reibung. Um Momente, in denen das Gewöhnliche fremd wird und eine Szene ihre Fassade verliert.

Kurzprofil

Name: Sebastian Dela
Stil: Rohrealismus
Themen: Alltag, Beziehung, Stolz, Melancholie, Scheitern, Humor und soziale Spannung
Material: Acryl, Leinwand
Format: Große expressive Leinwände
Arbeitsweise: Roh, direkt, materialbetont und bewusst nicht akademisch geglättet